USA streben ein indonesisches Bündnis gegen die maritimen Ansprüche Chinas an

US-Außenminister Mike Pompeo ist auf einer Tournee, um neue Allianzen in Asien zu schmieden, wobei Indonesien ganz oben auf seiner Liste steht. Washington, das in regionalen Fragen zunehmend im Widerspruch zu Peking steht, will neue Brücken bauen.

US-Außenminister Mike Pompeo unterstrich bei einem Besuch in Jakarta am Donnerstag das Interesse der USA an einer Zusammenarbeit mit Indonesien im Südchinesischen Meer.

“Ich freue mich darauf, auf neue Weise zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit des Seeverkehrs zu gewährleisten und einige der verkehrsreichsten Handelsrouten der Welt zu schützen”, sagte Pompeo auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem indonesischen Amtskollegen Retno Marsudi.

Marsudi sagte unterdessen, sie wolle ein stabiles und friedliches Südchinesisches Meer, in dem das internationale Seerecht respektiert wird.

China, Brunei, Vietnam, die Philippinen, Malaysia und Taiwan haben überlappende Ansprüche auf Teile des Südchinesischen Meeres – eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Jakarta hat sich in diesen Streitigkeiten oft als “ehrlicher Makler” positioniert, ist jedoch mit Peking wegen seiner eigenen ausschließlichen Wirtschaftszone zusammengestoßen, zum Beispiel wenn es um die Fischerei geht.

Vor den US-Wahlen wiederholte Pompeo frühere Behauptungen gegen China, mit denen sich die US-Beziehungen in letzter Zeit verschlechtert haben. Er lobte die Bemühungen Indonesiens, seine Interessen zu wahren und gleichzeitig Chinas “rechtswidrige” Behauptungen zu kritisieren.

Pompeo wird voraussichtlich den indonesischen Präsidenten Joko Widodo treffen und bei seinem Besuch auch eine islamische Jugendgruppe ansprechen.

Pompeo ist auf einer Fünf-Nationen-Tour in Asien, um die US-Beziehungen in der Region zu stärken. Vor seinem Besuch in Indonesien besuchte er Indien, Sri Lanka und die Malediven. Er wird später am Donnerstag nach Vietnam fliegen.

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