Teslas Gigafactory – Wasser wegen unbezahlter Rechnungen abgestellt

Das Versorgungsunternehmen sagte, dass Rohre, die das erste europäische Werk des Automobilherstellers außerhalb Berlins versorgen, blockiert bleiben, bis Tesla zahlt. Es ist noch nicht klar, wie sich der Wassermangel auf die Baupläne auswirken wird.

Der in den USA ansässige Elektroautohersteller Tesla hat in seinem Werk in Deutschland aufgrund unbezahlter Rechnungen den Zugang zum Wasser verloren.

Eine Sprecherin des Wasserunternehmens, Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), sagte, Tesla sei wiederholt gewarnt worden, dass es bei seinen Zahlungen im Rückstand sei. “Die 14-tägige Kündigungsfrist ist abgelaufen”, sagte WSE-Sprecherin Sandra Ponesky gegenüber Associated Press. “Wir können Tesla nicht anders behandeln als andere Kunden.”

Ponesky sagte, sobald das Unternehmen den geschuldeten Betrag bezahlt habe, würde der Wasserhahn wieder aufgedreht. Sie sagte nicht, wie viel Tesla schuldete.

Das Werk in Grünheide bei Berlin ist die erste Gigafactory des Unternehmens in Europa. Es wird noch gebaut und der Hersteller hofft, dort jährlich 500.000 Elektrofahrzeuge mit 12.000 Mitarbeitern bauen zu können. Die Produktion könnte bereits im nächsten Sommer beginnen.

Tesla hatte erst kürzlich den Vertrag für die Wasserentwicklung unterzeichnet. Es war nicht sofort klar, wie oder ob sich der Wassermangel auf die Bauarbeiten auf der Baustelle auswirken würde.

Das Land Brandenburg, in dem sich das Werk befindet, hat Tesla noch keine Umweltgenehmigung für das neue Werk erteilt. Die bisherigen Bauarbeiten wurden mit Vorabgenehmigungen für einzelne Bauphasen durchgeführt.

Anwohner und Umweltschützer haben Bedenken geäußert, dass das Trinkwasser rund um die Fabrik kontaminiert und ein nahe gelegenes Naturschutzgebiet stark beeinträchtigt würde.

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