EU-Kinder in Not: Die katastrophale Brexit-Politik Großbritanniens

Was wird mit einer der am stärksten gefährdeten Gruppen der Gesellschaft nach dem Brexit geschehen? Für EU-Kinder im Kinderschutzsystem des Vereinigten Königreichs ist es fast unmöglich, die Dokumente zu erhalten, die sie zum Nachweis ihres Aufenthaltsrechts im Vereinigten Königreich benötigen.
Das britische EU-Abwicklungssystem war seit seinem Start im März 2019 umstritten und mit Problemen behaftet. Das System ermöglicht es EU-Bürgern, die derzeit im Vereinigten Königreich ansässig sind, einen Antrag auf Aufenthalt in Großbritannien bis zum 30. Juni 2021 zu stellen. Zunächst gab es technische Probleme: Leute konnten das Programm nur auf einem Android-Handy beantragen, nicht auf einem iPhone oder einer anderen Marke. Dann gab es Vorwürfe übermäßig bürokratischer Reaktionen und Fälle, die aus falschen Gründen abgelehnt wurden. Diese Probleme verschärfen sich, wenn es um eine besonders gefährdete Gruppe geht: Kinder, die sich im Kinderschutzsystem befinden oder dieses verlassen. Die Regierung sammelt keine spezifischen Daten zur Staatsangehörigkeit der betreuten Kinder, schätzt jedoch offiziell, dass 5.000 betreute Kinder Staatsangehörige eines EU-Landes sind. Einige Einwanderungsorganisationen haben die Zahl auf 10.000 erhöht.

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