Deutscher rechtsextremer politischer Skandal spiegelt Aufstieg der europäischen Populisten wider

Überall auf dem Kontinent versuchen rechtspopulistische Parteien, sich als respektabel auszugeben. Diese Strategie hat sich gerade für das strategische Schach der rechtsextremen AfD in Thüringen ausgezahlt.
Zur Überraschung vieler wurde am Mittwoch Thomas Kemmerich von den Freien Demokraten (FDP) mit Hilfe der rechtsextremen Partei zum Ministerpräsidenten Thüringens gewählt – eine Premiere in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Europaparlamentarier Jörg Meuthen, der auch als Co-Vorsitzender von Alternative for Germany (AfD) fungiert, zeigte sich erfreut: Er teilte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit, dass seine Partei nun einen “bürgerlichen Kreis” mit Angela Merkels CDU und Angela Merkel bildete die FDP im Staat.
Obwohl der darauf folgende Aufschrei Kemmerich am Donnerstag zum Rücktritt und zur Auflösung des Landtags veranlasste, kann sich die AfD über den Beitritt zu den “bürgerlichen” großen Ligen freuen.
Martin Schirdewan, Europaabgeordneter der Linkspartei, bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen CDU, FDP und AfD, die zu dem überraschenden Ergebnis führte, als “Verstoß gegen ein Tabu” Im Europäischen Parlament – der rechtsextremen Fraktion Identität und Demokratie (ID) – stellt dies einen weiteren Durchbruch dar, der einen Trend widerspiegelt, der sich seit Jahren im gesamten Block entwickelt hat. Bis Mittwoch war Deutschland eine Ausnahme.

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