Arbeitslosigkeit unter älteren Deutschen verdoppelt sich in einem Jahrzehnt

Änderungen des Rentengesetzes haben die Zahl der arbeitssuchenden älteren Deutschen gegenüber vor 10 Jahren verdoppelt, wie eine Studie gezeigt hat. Die Verschiebung erfolgte, da mehr Deutsche länger auf dem Arbeitsmarkt bleiben.
Die Zahl der arbeitssuchenden älteren Deutschen hat sich nach Angaben eines deutschen Forschungsinstituts im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Untersuchungen des Instituts für Arbeit, Kompetenzen und Ausbildung (IAQ) der Universität Duisburg-Essen haben ergeben, dass die Zahl der Arbeitssuchenden in Deutschland zwischen 60 und 65 Jahren von rund 90.000 im Jahr 2008 auf 220.000 im Jahr 2018 gestiegen ist Im Alter von 50 Jahren sei das Risiko, arbeitslos zu bleiben, besonders hoch, heißt es in dem Bericht. Bis 2018 machten ältere Deutsche 40% der Langzeitarbeitslosen aus, definiert als 12 Monate oder länger.
“Insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit im letzten Drittel der Karriere eines Menschen wertet die Berufserfahrung ab und verringert die Rentenansprüche”, schrieben die IAQ-Forscher Arthur Kobath und Martin Brussi.

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