Angela Merkel konzentriert sich auf Migration & Handel auf Reise nach Südafrika, Angola

Die dreitägige Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Südafrika und Angola wird sich mit Migration befassen. Erwarten Sie aber auch, dass die Wirtschaftsgespräche große Beachtung finden.
Die Beziehung zwischen Deutschland und Südafrika ähnelt fast der eines Filmpaares, das seine Gefühle neu entfacht. Nachdem ihre anfängliche Leidenschaft vergangen war, gingen sie getrennte Wege, um später wieder zu entdecken, was sie überhaupt zusammengebracht hatte.
Präsident Cyril Ramaphosa machte den ersten Schritt und flog im Oktober 2018 nach Deutschland. Einen Monat später folgte ein erneuter Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist vergleichsweise spät an, “aber es ist immer noch eine Erkenntnis, dass die Beziehungen [zwischen Deutschland und Südafrika] wieder enger geworden sind”, so Melanie Müller, Expertin für Südafrika am Deutschen Institut für Internationale Angelegenheiten und Sicherheit (SWP).
Dies ist vor allem Ramaphosa zu verdanken. Anfang 2018 zwang er seinen von Skandalen heimgesuchten Vorgänger Jacob Zuma aus dem Amt. Zuma war während seiner Präsidentschaft immer autoritärer geworden und machte sich einen Namen – vor allem durch zahlreiche Korruptionsskandale.
Bei der Außenpolitik stützte sich Zuma auf enge Beziehungen zu den sogenannten BRICS-Staaten, zu denen neben Südafrika auch Brasilien, China, Russland und Indien gehören. Ramaphosa hingegen hat sich daran gemacht, alte Freunde zu werben.
“[Ramaphosa] hat verstanden, dass der Ruf Südafrikas unter der Präsidentschaft von Jacob Zuma gelitten hat”, sagte Müller.

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