Jüdische Gedenksteine ausgegraben und zur Deponie gebracht

Fünf Bronzewürfel, die einer im Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Familie gewidmet sind, sind nach Straßenarbeiten verschwunden. Die Denkmäler wurden auf eine Deponie gebracht.
Die deutsche Stadt Plettenberg gab am Samstag zu, dass fünf jüdische Gedenksteine verschwunden waren, nachdem Bauunternehmer den Bürgersteig ausgegraben hatten. In Deutschland wurden kürzlich 75.000 Stolpersteine (Stolpersteine) verlegt – namentlich eingravierte Bronzewürfel, die vor allem außerhalb ehemaliger jüdischer Häuser eingelassen wurden.
Anfang letzten Jahres wurde an der Adresse Alte Markt 3 gegraben, wo früher die Familie Heilbronn wohnte. 1942 wurden die Eltern Helene und Alex in Treblinka ermordet. ihre Kinder Egon, Jenni und die 5-jährige Hannelore bei Zamosc.
Die offensichtliche Entsorgung der Würfel an einem örtlichen Bauschuttstandort wurde diese Woche von einem örtlichen historischen Verein veröffentlicht, sagte ein Ortsportal der Märkischen Zeitung für das Lennetal in Nordrhein-Westfalen (NRW). Dies kam jedoch erst heraus, nachdem Bürgermeister Ulrich Schulte am vergangenen Montag an einer Gedenkveranstaltung für Holocaust-Opfer auf dem jüdischen Friedhof in Plettenberg teilgenommen hatte, sagte der Autor des Portals, Johannes Opfermann.

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