Legale Pyrotechnik: Hamburg hat erstmals grünes Licht für den Einsatz von ‘legal pyro’ gegeben

Deutsche Fußballfans sind bekannt für auffällige Inszenierungen im Stadion, bei denen es häufig um illegale Pyrotechnik geht. Jetzt hat der deutsche Verband zum ersten Mal die Erlaubnis für eine “legale” Pyro-Show erteilt.
In einer Premiere für den deutschen Fußball, wenn Hamburg am Samstag gegen Karlsruhe in der 2. Bundesliga antritt, dürfen Heimfans die Pyrotechnik legal und in einem kontrollierten Umfeld einsetzen.
Die Kommission “Prävention, Sicherheit und Fußballkultur” des Deutschen Fußballbundes (DFB) hat dem HSV offiziell die Erlaubnis erteilt, zehn Rauchbomben hinter dem Tor im Volksparkstadion im Bereich zwischen Terrasse und Spielfeld beim Verlassen des Spielfeldes zu zünden. Die einmalige pyrotechnische Show wird von ausgewählten Unterstützern durchgeführt, aber durchgehend von einem Pyrotechnik-Experten betreut. Die Feuerwehr wird auch mit Feuerlöschern und Sandeimern vor Ort sein.
Das Experiment ist das erste im Profifußball in Deutschland und kommt zu einer Zeit, in der Anhänger und Behörden noch nie so tief in der Debatte um die Pyrotechnik verankert waren. In der vergangenen Saison mussten die Bundesliga-Vereine für die Verwendung von Fackeln, Rauchbomben und Feuerwerkskörpern durch ihre Fans Geldbußen in Höhe von insgesamt 1.056.525 Euro zahlen.
Die schlimmsten Straftäter waren jedoch der Zweitligist Hamburg, der mit einer Geldstrafe von 294.000 Euro belegt wurde, darunter 150.000 Euro für das Verhalten seiner Fans in einem Derby beim Lokalrivalen FC St. Pauli. Beim Hamburger Derby in dieser Saison wurden der HSV und St. Pauli mit einer Geldstrafe von 120.000 € bzw. 200.000 € belegt, nachdem beide Fans erneut große Mengen an Pyrotechnik gezündet hatten. Die Geldstrafe wurde jedoch auf 90.000 € bzw. 140.000 € gesenkt.

Facebook
Twitter