NGOs kämpfen um Rettung ihrer .org-Online-Domains

Gemeinnützige Organisationen und humanitäre Organisationen bezeichnen die .org-Internetdomäne seit Jahrzehnten als ihre Heimat in der Online-Welt. Aber jetzt – zu ihrer Bestürzung – wird ein Teil ihrer Webadressen an eine Private-Equity-Firma verkauft.
Immobiliengeschäfte ziehen selten so heftige Widerstände an. Aber dies ist kein gewöhnliches Stück Eigentum; Die .org-Domain ist eine der letzten Bastionen im Internet, die sich gegen viel Geld versteckt hat und absolut gemeinnützig ist.
Hunderte von gemeinnützigen, humanitären Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um den Verkauf des .org-Registers im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar (1 Milliarde Euro) an eine Private-Equity-Firma, Ethos Capital, zu verhindern und stabile Online-Präsenz. In einem offenen Brief forderten die Leiter von fast einem Dutzend bekannter NGOs, darunter Greenpeace und Human Rights Watch, die Internet Corporation für zugewiesene Namen und Nummern (ICANN) auf, den Verkauf zu blockieren.
Seit fast 20 Jahren erwerben gemeinnützige Organisationen .org-Domains über das Public Interest Registry (PIR) der Internet Society. Im November gab die Gesellschaft – eine gemeinnützige Organisation, die sich dafür einsetzt, dass das Internet transparent und offen bleibt – bekannt, dass sie PIR an Ethos Capital verkauft, um “der Internet Society eine nachhaltige Finanzierung zu ermöglichen”. Die Übernahme alarmierte die gemeinnützigen Organisationen, die befürchteten, dass dies zu höheren Erneuerungs- oder Registrierungsgebühren und Zensur führen könnte.

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