Die Konferenz von Jalta, auf der die Nachkriegswelt begann

Der 4. Februar 1945. Mit der Niederlage Deutschlands im Visier kamen die Führer der Alliierten zu einem historischen Gipfel zusammen, um zu besprechen, was als nächstes kommen würde. Die Gründung der Vereinten Nationen war Teil des Plans. Samen des Kalten Krieges zu säen war nicht.
Dieses Bild ging diese Woche vor 75 Jahren um die Welt. Der britische Premierminister Winston Churchill, der US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der Sowjet Josef Stalin saßen sich im Krim-Ferienort Jalta entschlossen auf den Schultern. In ihren Mänteln und ihrer eigenen Rüstung gegen die winterliche Kälte blicken sie ernst in die Kamera.
Die Szene sollte die Einheit zwischen den drei alliierten Großmächten zeigen. Und es schien einen Blick auf einen dauerhaften Frieden nach dem Zweiten Weltkrieg zu werfen, den das nationalsozialistische Deutschland ausgelöst hatte.
Die Sowjets veranstalteten ab dem 4. Februar 1945 die einwöchige Konferenz von Jalta auf der Krim im Livadia-Palast. Die “Großen Drei” trafen sich zu Gesprächen in den letzten Phasen des Krieges in Europa. Das “Tausendjährige Reich”, das Adolf Hitler so prunkvoll versprochen hatte, war Wochen vor dem Vergessen.
Im Februar näherten sich US-amerikanische und britische Truppen dem Rhein im Westen, während die Rote Armee im Osten, etwas mehr als 100 Kilometer von Berlin entfernt, auf die Oder zusteuerte. Hitler ließ seine Truppen kämpfen, bis die Hauptstadt blutgetränkt war und schließlich am 30. April Selbstmord in seinem Bunker begangen hatte. Knapp eine Woche später folgte die offizielle Kapitulation Deutschlands.

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