Berliner Gericht ordnet Schließung des Hostels in der nordkoreanischen Botschaft an

Ein Berliner Gericht hat entschieden, dass ein Hostel auf dem Gelände der nordkoreanischen Botschaft geschlossen werden soll. Die Stadtverwaltung erklärte, die Zahlung der Miete an Pjöngjang verstoße gegen die Sanktionen der Vereinten Nationen.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat am Dienstag entschieden, dass das City Hostel Berlin geschlossen werden soll. Die Stadtverwaltung hat dies zu Recht festgestellt.
Stadtbeamte hatten argumentiert, dass die von den Betreibern gezahlte Miete, die sich auf schätzungsweise 38.000 Euro pro Monat beläuft, gegen die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats verstößt. Die Betreiber des Hostels, das türkische Unternehmen EGI, gaben an, sie hätten 2017 die Mietzahlung eingestellt und gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Das Gericht nahm jedoch eine EU-Richtlinie aus dem gleichen Jahr zur Kenntnis, die die Verwendung von nordkoreanischem Hoheitsgebiet in Mitgliedstaaten für andere als diplomatische oder konsularische Zwecke untersagt. Die Richter sagten, sie hätten keine andere Wahl, als das Hostel zu schließen, weil Nordkorea “aufgrund seines Atomwaffenprogramms eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellt”.
Das Hostel bietet Betten für weniger als 13 Euro pro Nacht in Mehrbettzimmern und ist seit langem ein Favorit bei Schulklassen und Studenten, die die deutsche Hauptstadt besuchen.

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