E-Learning in Afrika – Bedeutung des Studiums von zu Hause für einen Abschluss

Viele junge Afrikaner träumen von einer höheren Bildung. Aber sie haben oft nicht die Mittel: Hochschulen sind oft weit weg und die Unterkunft ist teuer. Online-Universitäten und E-Learning bieten möglicherweise eine praktikable Lösung.
Vorlesungen mit Anwesenheitspflicht waren für Alida Tapsoba keine Option. Die 29-Jährige aus Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, muss ihren Lebensunterhalt verdienen und daher kontrollieren, wann sie arbeitet und wann sie studiert. Vor diesem Hintergrund entschied sie sich für einen Online-Kurs. “Aber ich hatte auch Angst. Ich war mir nicht sicher, ob ich das schaffen könnte”, sagte der Journalistikstudent gegenüber DW. “Man muss gut organisiert sein, um die Aufträge pünktlich zu liefern – vor allem, wenn man zusätzliche Stunden arbeitet.”
Alida Tapsoba sagte, ihre Wahl sei ziemlich teuer. Sie gibt viel Geld für den Internetzugang aus. Sie muss große Dateien herunterladen, was zeitaufwändig und kostspielig ist. Rebecca Stromeyer kennt das Problem gut. In vielen afrikanischen Ländern sei der Internetzugang deutlich teurer als in Deutschland. Stromeyer ist der Gründer von eLearning Africa, einer jährlichen Konferenz, die Experten auf diesem Gebiet zusammenbringt, um Informationen in einem panafrikanischen Kontext zu vernetzen und auszutauschen.
Der Internetzugang ist auf dem gesamten Kontinent sehr unterschiedlich. “Kenia ist ein Pionier, auch in ländlichen Gebieten”, sagte Stromeyer. In der Zentralafrikanischen Republik hingegen können nur wenige Menschen auf das Internet zugreifen. “Die Bedingungen sind noch nicht so ideal, dass jeder in Afrika ein E-Learning-Programm absolvieren kann”, sagte Stromeyer. Sie fügt hinzu, dass die Regierungen mehr Anstrengungen in die Entwicklung der Infrastruktur investieren müssen.

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