Neuste Zahlen zum Extremismus in der Bundeswehr nur “Spitze des Eisbergs”

Deutschlands höchster militärischer Geheimdienst, MAD, hat eine dreißigprozentige Zunahme verdächtiger Extremisten in seinen Reihen gemeldet. Laut Analysten deuten die Zahlen auf ein tieferes Problem hin.
Der deutsche Geheimdienst untersucht derzeit über 500 Fälle von Rechtsextremismus in der Bundeswehr. Nach Angaben des Direktors der Agentur ist diese Zahl gegenüber dem Vorjahr um 30% gestiegen. Diese Zahlen sind wahrscheinlich nur die “Spitze des Eisbergs”, sagte Caroline Walter, Mitautorin von “Extreme Sicherheit”, einem Buch über Rechtsextremismus innerhalb des deutschen Militärs und seiner Strafverfolgungsbehörden. “Das Problem bei der Bundeswehr ist, dass jeder, der auf Rechtsextremismus hinweist, immer noch eine Art Nestbeschmutzer ist, der den Geist der Brigade verletzt”, sagte sie.
In einer Reihe von Fällen in den letzten fünf Jahren wurden die toten Winkel der deutschen Behörden für den Extremismus aufgedeckt. Der prominenteste Fall betraf einen deutschen Soldaten namens Franco A., der sich 2017 Berichten zufolge als syrischer Flüchtling ausgab, um Einwanderergemeinschaften zu infiltrieren und einen Terroranschlag durchzuführen. Jahre später, als Franco A. vor Gericht steht, deuten die Zahlen der deutschen Regierung weiterhin auf die Verbreitung von Extremismus bei Militär, Strafverfolgungsbehörden und in der Gesellschaft insgesamt hin.

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