Japan und China kämpfen um Einfluss in Indonesien

Indonesien versucht, mit Hilfe Japans den chinesischen Einfluss auf seine Fischgewässer im Südchinesischen Meer einzudämmen. Gleichzeitig muss Tokio sicherstellen, dass die Pläne die Annäherung an Peking nicht gefährden.
Am 11. Januar zwangen drei indonesische Marinekreuzer mehr als 50 chinesische Schiffe aus dem nördlichen Natuna-Meer zwischen der malaysischen Halbinsel und Borneo. Die chinesische Flotte, bestehend aus Fischerei- und Küstenwachschiffen, war in dem Gebiet, in dem sich die indonesische ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) und Chinas Forderungen im Rahmen der sogenannten Neun-Strich-Linie im Südchinesischen Meer überschneiden, seit etwa zwei Jahren präsent Wochen. Chinesische Souveränitätsansprüche in der Region sind international nicht anerkannt.
Der Konflikt selbst ist jedoch nicht neu: Vor vier Jahren schoss die indonesische Marine auf ein chinesisches Fischerboot in der Region, die nach chinesischen Angaben eine “traditionelle chinesische Fischereizone” ist. Im Dezember 2018 eröffnete Indonesien eine neue Militärbasis im Natuna-Meer.

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