Universitätsklinikum wurde evakuiert – Weltkriegsbombe in Köln entschärft

Der Einsatz benötigte zirka 300 Sicherheitskräfte – 14.000 Personen wurden evakuiert.
Ein Bombengeschwader in der deutschen Stadt Köln konnte eine Waffe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe des Universitätsklinikums entschärfen, eine Operation, die eine umfassende Evakuierung und rund 300 Sicherheits- und Rettungskräfte erforderte.
Das Universitätsklinikum Köln ist so groß, dass 14.000 Menschen umgesiedelt werden mussten, darunter 8.000 Krankenhausangestellte und 550 Patienten. Etwa 5.800 Einwohner des westlichen Stadtteils Lindenthal wurden angewiesen, während der laufenden Operation ihre Häuser zu verlassen. Die massive Bombe wurde am Mittwochabend etwa fünf Meter unter der Erde entdeckt, als Bauarbeiter ein neues Krankenhausbauprojekt aushoben.
Dies war der zweite nicht explodierte Sprengstoff aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der in weniger als einer Woche in Köln entschärft werden musste. Am Dienstag musste im östlichen Stadtteil Deutz, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, eine Bombe außer Dienst gestellt und der Nah- und Regionalverkehr ins Chaos gestürzt werden.
Experten gehen davon aus, dass rund 10% der Bomben, die die Alliierten während des Zweiten Weltkriegs auf Deutschland abgeworfen haben, beim Aufprall nicht explodiert sind, was bedeutet, dass es im ganzen Land Zehntausende Tonnen nicht explodierter Waffen geben könnte. 75 Jahre nach Kriegsende werden in Deutschland jährlich rund 2.000 Tonnen nicht zündende Munition entdeckt.

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