Deutschland fordert Libyens Nachbarn auf, bei Lösungssuche zu helfen

Der deutsche Außenminister forderte gemeinsame Anstrengungen zur Beendigung des Konflikts und sagte, Libyens Nachbarn “leiden auch unter diesem Bürgerkrieg”. Algerische Beamte haben versucht, Algier als wichtigen Vermittler zu positionieren.
Bundesaußenminister Heiko Maas forderte die libyschen Nachbarn am Donnerstag auf, bei einem hochkarätigen Treffen in der algerischen Hauptstadt Algier die Bemühungen zur Beendigung eines fast zehnjährigen Konflikts im nordafrikanischen Land zu unterstützen. “Unter diesem Bürgerkrieg leiden auch die Nachbarstaaten Libyens”, sagte Maas. “Aus diesem Grund sind sie für uns besonders wichtig, um Lösungen zu finden.” Während des Treffens informierte Maas Vertreter aus Tunesien, Algerien, Niger, Sudan und Ägypten über den Berliner Prozess, bei dem sich kriegführende Parteien und führende Politiker aus aller Welt zusammengeschlossen haben, um Schritte für eine politische Lösung des Konflikts auszuhandeln.
In Berlin einigten sich die Staats- und Regierungschefs der Welt darauf, ein selten durchgesetztes Waffenembargo der Vereinten Nationen aufrechtzuerhalten. Zwei rivalisierende Führer – der von den Vereinten Nationen unterstützte Ministerpräsident Fayez al-Sarraj und der zum Kriegsherrn gewordene General Khalifa Haftar – weigerten sich jedoch, sich in Berlin persönlich zu treffen und stellten die Fortschritte des Prozesses in Frage.

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