Razzien in 6 Bundesländern: Neonazi-Gruppe “Combat 18” fortan illegal

Die Behörden verboten eine Neonazi-Gruppe, die sich als “Adolf Hitlers Einsatzgruppe” betrachtete und Verbindungen zur Ermordung eines deutschen Politikers hatte. Die Polizei führte auch Razzien gegen die Gruppe in sechs Bundesstaaten durch.
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat am Donnerstag eine rechtsextremistische Gruppierung verboten, die sich als “Adolf Hitlers Task Force” bezeichnete.
“Seit den frühen Morgenstunden laufen in sechs Bundesländern polizeiliche Maßnahmen. #Rechtsextremismus und #Antisemitismus haben in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr”, schrieb das Ministerium in einem Tweet.
Die Neonazi-Gruppe, Combat 18, verstieß gegen die deutsche Verfassungsordnung und ähnelte dem Nationalsozialismus, erklärte die Anordnung zum Verbot der Gruppe, berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Das Verbot kam, als 210 Beamte am Donnerstagmorgen Wohnungen in Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen sowie in drei weiteren Bundesländern durchsuchten. “Handys, Computer und rechtsextreme Symbole wurden beschlagnahmt”, sagte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. Seit der Ermordung des deutschen Politikers Walter Lübcke in der Nähe von Kassel im Juni 2019 sind die Aufrufe zum Verbot der Gruppe gestiegen. Sein mutmaßlicher Mörder soll Kontakt zu Mitgliedern von Combat 18 gehabt haben. Europol, die EU-weite Polizeibehörde, warnte ebenfalls vor Combat 18 stellten europaweit eine Bedrohung dar.
Unter dem Verbot wird die Gruppe nicht in der Lage sein, sich zu treffen, und es wird illegal sein, das Logo der Gruppe zu schreiben oder zu verwenden.

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