IWF senkt globale Wachstumsprognose vor Davos

Trotz einer moderaten Wachstumsbelebung hat der Internationale Währungsfonds angekündigt, dass die Unsicherheit über die Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie das schwache Wachstum in Indien die Weltwirtschaft im Jahr 2020 belasten werden.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) gab bekannt, dass sich die Erholung bis 2020 zwar verlangsamt, aber nur schleppend vollziehen wird. In der letzten Aktualisierung seines am Montag veröffentlichten Weltwirtschaftsausblicks senkte der IWF seine globale Wachstumsschätzung für 2020 auf 3,3%, 0,1% niedriger als der im Oktober veröffentlichte vorherige Bericht. Dennoch weisen die IWF-Zahlen für 2020 auf einen moderaten Anstieg des Wachstums im Vergleich zu 2019 hin, bei dem die Weltwirtschaft um 2,9% gewachsen ist. Die Prognose kommt einen Tag vor dem jährlichen Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz. IWF-Direktorin Kristalina Georgieva präsentierte die revidierten Zahlen in Davos und sagte, die Daten deuten auf positive Trends im internationalen Handel und in der Industrieproduktion hin.
“Nach einer synchronisierten Abkühlung im Jahr 2019 erwarten wir in diesem und im nächsten Jahr eine moderate Beschleunigung des globalen Wachstums”, sagte Georgieva gegenüber einer Pressekonferenz.
Der IWF-Chef warnte jedoch, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 weiterhin anfällig für Faktoren wie politische Proteste in zahlreichen Ländern, die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran und den anhaltenden Handelskrieg zwischen Washington und Peking ist.

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