Angestellter der Bundeswehr wird wegen Spionage für den Iran vor Gericht gestellt

Dem deutsch-afghanischen Mann wird vorgeworfen, er habe als Übersetzer und Berater des deutschen Militärs Staatsgeheimnisse an den iranischen Geheimdienst weitergegeben. Er wird wegen Hochverrats und Verletzung von Staatsgeheimnissen angeklagt.
Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Spion des iranischen Geheimdienstes beginnt am Montag in der westdeutschen Stadt Koblenz. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 51-Jährigen, der als Abdul S. bekannt ist, eines Hochverrats sowie 18 Fälle von Verstößen gegen offizielle Geheimnisse.
“Abdul S. wird stark verdächtigt, seine Position als Zivilangestellter der Bundeswehr missbraucht zu haben, um militärische Staatsgeheimnisse an ein Mitglied des iranischen Geheimdienstes weiterzugeben”, heißt es in Gerichtsunterlagen. Die Frau des Verdächtigen wird ebenfalls vor Gericht stehen und der Beihilfe für die Aktivitäten ihres Mannes angeklagt sein. Die für sie vorgesehenen 16 Verhandlungstage werden jedoch im März stattfinden. Abdul S. arbeitete für die Bundeswehr in der kleinen Stadt Daun in der westdeutschen Eifel, bevor er im Januar 2019 verhaftet wurde.
Aufgrund des sensiblen Charakters der Anschuldigungen wird der Prozess hinter verschlossenen Türen abgehalten. Angehörige der Öffentlichkeit dürfen nicht an Prozessteilen teilnehmen, in denen Vorwürfe in Bezug auf die offiziellen Geheimnisse vorgebracht wurden.
Der Mann hat noch keinen Einwand erhoben, sagte das Gericht.

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