Geplante Tesla Gigafactory in Deutschland treibt Keil zwischen Einheimischen

Als der US-Autobauer Tesla vor den Toren Berlins den Bau einer Gigafabrik ankündigte, breitete sich die Euphorie sowohl bei der deutschen Politik als auch bei den Einheimischen aus. Doch wie Hardy Graupner berichtet, legen die Skeptiker einen Gang ein.
Anfang des Jahres gab Elon Musk, CEO von Tesla, bekannt, dass er in der Nähe der Gemeinde Grünheide vor den Toren Berlins die vierte Gigafabrik des Autoherstellers bauen werde. Der Ort hat knapp 8.000 Einwohner und ist mit seinen ausgedehnten Wäldern und zahlreichen Seen und Flüssen der Flucht aus dem Trubel Berlins gewichen. Es versteht sich von selbst, dass jeder Plan, die ruhige Gemeinde zu einem wichtigen Industriezentrum zu machen, auf Widerstand einiger Einheimischer stoßen würde. Aber es ist nicht mehr nur “einiges”. Das Lager der Gegner hat inzwischen die Oberhand gewonnen, zumindest sind sie lauter und offensichtlich leichter zu mobilisieren als die Befürworter der geplanten Tesla-Investition.
Der Bau der Gigafactory soll noch in diesem Jahr beginnen. Bevor etwas Neues entsteht, muss etwas Altes weg sein, insbesondere ein 300 Hektar großer Wald. Die ersten Elektrofahrzeuge sollen 2021 das Werk verlassen.

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