Hambacher Forst: Deutschlands schleppender Kohle-Ausstieg löst Ärger aus

Deutschland plant, den Kohlestrom bis 2038 aus dem Verkehr zu ziehen. Der umkämpfte Hambacher Wald ist jetzt geschützt, aber einige Dörfer müssen noch Platz für die letzten Tagebau-Minen machen. Aktivisten und Anwohner sind entsetzt.
Es ist ein sonniger, milder Tag im Januar und die Vögel singen, als ob der Frühling bereits gekommen wäre. Wildschweine streifen durch den Hambacher Wald – den uralten Wald, der von der Bundesregierung vor den Verwüstungen des Kohlebergbaus geschützt wurde. Die Entscheidung war eine gute Nachricht für Umweltaktivisten und Dorfbewohner in der Nähe. “Diese mächtige Klimaschutzbewegung gibt uns viel Kraft. Wir haben es geschafft, ‘Hambi’ [Hambacher Forst – Anmerkung des Autors] zu retten, und das ist eine große Leistung für die Menschen, die den Wald besetzt haben”, sagte Kathrin Henneberger, Sprecherin von die Protestgruppe Ende Gelände. “Dies wird uns neue Kräfte geben, die wir für den anhaltenden Kampf gegen die Klimakrise brauchen werden.”
Der Hambacher Forst am Rande eines der größten Tagebauwerke Europas ist zu einem wichtigen Symbol für die europäische Klimaschutzbewegung geworden. Die mit diesen riesigen Minen verbundenen Kraftwerke in der Nähe der Weststadt Köln setzen mehr CO2 in die Atmosphäre frei als anderswo in der Europäischen Union.

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