Deutschland zahlt Energiefirmen Milliarden im Kohle-Ausstiegsplan

Spätestens im Jahr 2038 haben die Marathon-Gespräche eine Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den deutschen Kohlestaaten über den Ausstieg aus den Kohlekraftwerken getroffen. Einige Anlagen werden in diesem Jahr bereits stillgelegt. Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und die vier deutschen Kohleproduzenten haben am Donnerstag bis spätestens 2038 ihre Pläne zum Ausstieg aus der Kohle bekannt gegeben.
Die Pläne sehen einen Zeitplan für die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie die Erleichterung der finanziellen Umstellung für die beteiligten Bundesländer und Energieunternehmen vor.
Was steht auf dem Plan?
• Die Regierung will den Zeitplan nach oben verschieben und bis 2035, spätestens jedoch bis zum vorherigen Zieldatum 2038, auf den Ausstieg aus der Kohle schießen.
• Energieunternehmen erhalten eine Auszahlung in Höhe von 4,35 Milliarden Euro (4,85 Milliarden US-Dollar), um das Auslaufen der Kohle zu kompensieren.
• Mindestens acht Kohlekraftwerke werden in diesem Jahr vom Netz genommen.
• Die Regierung wird den betroffenen Staaten 14 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um den Übergang von Kohle gezielt zu unterstützen.
• Weitere 26 Milliarden Euro werden für “weitere Maßnahmen” zur Unterstützung der Staaten bereitgestellt.
• Finanzielle Auszahlungen beginnen erst, wenn das Parlament Gesetze verabschiedet hat, die den Deal verbindlich machen.

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