Kontroverse um die Ablehnung von Jobs, bitte keine Araber

Der Ablehnungsbrief eines ägyptischen Mannes ist in den deutschen sozialen Medien viral geworden. Die Antidiskriminierungsbehörde des Bundes hat festgestellt, dass die Rassendiskriminierung am Arbeitsplatz in Deutschland über dem EU-Durchschnitt liegt.
Ein deutsches Architekturbüro war am Mittwoch in heißem Wasser, nachdem sich herausgestellt hatte, dass einer seiner Führer einem potenziellen Bewerber mit “Bitte keine Araber” geantwortet hatte. Yaseen Gabr teilte die E-Mail auf seiner Facebook-Seite mit und nannte sie “das schlimmste Ablehnungsschreiben, das Sie jemals hatten”. Die Geschichte verbreitete sich schnell in den deutschen sozialen Medien.
Das Unternehmen, GKK + Architekten, wirbt auf seiner Website für seine internationalen Referenzen, auf der die 30 Flaggen die Herkunft aller Mitarbeiter darstellen, die es seit seiner Gründung im Jahr 2000 hatte. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Berlin und ein zweites Büro in China.
In einer Stellungnahme bestritt GKK + Architekten den Vorfall nicht, sagte jedoch, es handele sich um ein “Missverständnis”, da die Botschaft “kurzgeschnitten” und “aus dem Zusammenhang gerissen” sei. Das Unternehmen hat nicht weiter geklärt, wie die Nachricht gekürzt wurde oder was genau das Missverständnis war. “Der Grundstein für unseren Erfolg ist Vielfalt, Internationalität und unsere interkulturellen Teams.” GKK + Architekten erklärte ferner, dass sie Gabr für die Stelle nicht angenommen hätten, weil er nicht die Fähigkeiten besitze, die sie suchten, fügte jedoch hinzu, dass sie sich bei ihm für die E-Mail entschuldigt hätten.

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