Reichen neue Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung in der Sahelzone aus?

Frankreich und die G5-Sahel-Staaten haben angekündigt, ihren Kampf gegen den Terrorismus in der Region zu verstärken. Experten bezweifeln jedoch, dass das Versprechen ausreichen wird, um die Sahelzone wieder zu sichern.
Die Nachricht war eindeutig. “Wir brauchen schnelle Ergebnisse, denn es geht um die Glaubwürdigkeit aller hier anwesenden Länder. Wir müssen zeigen, dass wir dieser Herausforderung gewachsen sind”, sagte Roch Marc Christian Kabore, Präsident von Burkina Faso und derzeitiger Leiter der G5 Sahel-Initiative. Er sprach auf einem besonderen Gipfel in der malerischen Stadt Pau in Südfrankreich, 85 Kilometer von der spanischen Grenze entfernt, neben den schneebedeckten Pyrenäen.
Die Länder der G5-Sahelzone – Mali, Burkina Faso, Niger, Tschad und Mauretanien – waren vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron eingeladen worden, neue Maßnahmen zur Verstärkung ihres Kampfes gegen den Terrorismus in der Region anzukündigen. Die Sicherheitslage scheint von Tag zu Tag schlimmer zu werden, je mehr Angriffe erfolgen. Zwischen Januar und November letzten Jahres wurden mehr als 1.500 Zivilisten getötet und 1 Million Menschen vertrieben – nach Angaben der Vereinten Nationen doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Bei dem jüngsten Angriff in der Stadt Chinegodar im Westen Niger am 9. Januar kamen 89 Soldaten ums Leben. Siebenundsiebzig Terroristen wurden ebenfalls getötet.

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