Zunehmende Armut unter älteren Menschen in Deutschland

In Deutschland könnten nach Angaben eines Ermittlungsfernsehprogramms 3,2 Millionen Rentner von Armut bedroht sein. Laut Monitor stammen die unveröffentlichten Zahlen vom Statistischen Bundesamt. Fast ein Fünftel oder 18,7% der Rentner in Deutschland wurden 2017 laut investigativen Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ARD als armutsgefährdet eingestuft. Personen, die alleine leben und ein jährliches Einkommen oder eine jährliche Rente von weniger als 13.628 € haben, gelten als armutsgefährdet im vergleichsweise reichen und teuren Deutschland. Im Vergleich zu den Ergebnissen des Wiesbadener Büros Destatis aus dem Jahr 2010 deuten die Daten aus dem Jahr 2017 auf ein Wachstum von 803.000 verarmten älteren Menschen in diesen sieben Jahren hin, so Monitor. Bereits 2010 waren 14% der deutschen Senioren in diese Kategorie gefallen. Laut Monitor traten allein im Jahr 2017 215.000 Personen der statistischen Kohorte bei und erhöhten die Zahl auf 3,2 Millionen. Die Daten für 2018 und 2019 seien noch nicht verfügbar.
Marcel Fratzscher, Leiter des Berliner Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte gegenüber Monitor, dass die Armut unter älteren Deutschen in den nächsten 10 oder 15 Jahren “sehr, sehr stark” zunehmen werde.

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