Chefs der Deutschen Post beschuldigt, Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage manipuliert zu haben

Vorgesetzte der Deutschen Post haben Berichten zufolge die Ergebnisse durch das Ausfüllen von Umfragen für Arbeitnehmer mit längerem Krankenstand verbessert. Das Unternehmen bestätigte, dass es “Unregelmäßigkeiten” gab und dass “Manager beteiligt waren”.
Laut einem Bericht vom Montag versuchten mehrere Manager von Deutsche Post DHL, die jährliche Mitarbeiterumfrage des Unternehmens zu manipulieren, indem sie die Fragebögen ihrer Mitarbeiter ausfüllten, ohne es ihnen mitzuteilen. Nach ersten Informationen von Business Insider wurden im vergangenen Jahr bundesweit knapp 1.000 Mitarbeiterbefragungen von Filialleitern manipuliert. In Bremen und Hessen haben Chefs Feedback-Umfragen für Mitarbeiter ausgefüllt, die sich in einem längeren Krankenstand befanden. Ein Sprecher von Deutsche Post DHL bestätigte, dass es bei der Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage 2019 “Unregelmäßigkeiten” gab, äußerte sich jedoch nicht zu den Details des Business Insider-Berichts. “Fakt ist, dass Manager involviert waren”, sagte der Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Der Sprecher betonte jedoch, dass die Ergebnisse der Umfrage von 2019 immer noch gültig seien, da die manipulierten Antworten einen kleinen Bruchteil betrugen – und die betroffenen Umfragen entfernt wurden, bevor die Antworten ausgewertet wurden. Nach Angaben von Business Insider wurden mehrere beteiligte Manager bereits im Dezember suspendiert und könnten ihren Arbeitsplatz verlieren.
Wie viele große Unternehmen verschickt die Deutsche Post DHL ihren Mitarbeitern jährlich einen Fragebogen, um die Zufriedenheit und Verbesserungsmöglichkeiten zu messen. Das Unternehmen sagt allerdings, die Teilnahme sei freiwillig.

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