Mann in Bayern beschuldigt, Hunderte von Autos zerkratzt zu haben

In Bayern ist ein Mann vor Gericht erschienen, der angeklagt ist, mehr als 600 Autos verkratzt zu haben. Die Polizei, die eine Spezialeinheit zur Untersuchung von Beschwerden einrichtete, sagte, sie habe den Verdächtigen nach einem Hinweis auf frischer Tat ertappt.
Ein 26-jähriger Mann erschien vor Gericht in der deutschen Stadt Schweinfurt und wurde angeklagt, Hunderte von Autos durch Kratzer am Lack beschädigt zu haben. Der Verdächtige wird beschuldigt, zwischen Februar und April 2018 mehrere Angriffe auf Eigentum verübt zu haben, bei denen 642 Fahrzeuge mit einem scharfen Gegenstand verkratzt wurden. Der verursachte Schaden wurde auf rund 930.000 Euro geschätzt. Die Polizei untersucht die Vorfälle in der gesamten Region Unterfranken und setzt sogar eine spezielle Kommission für Farbkratzer ein, um die Beschwerden zu untersuchen. Schadensmeldungen kamen aus Schweinfurt und der nahe gelegenen Stadt Würzburg sowie der Stadt Veitshöchheim. Eine Verhaftung erfolgte erst in den frühen Morgenstunden des Monats April 2018, als eine 24-jährige Frau der Polizei erzählte, sie habe das Kratzen gehört, berichtete die Website der Regionalzeitung Main-Post. Die Zeugin warf einen Blick aus dem Fenster und sagte, sie habe eine Person auf der anderen Straßenseite gesehen, die von Auto zu Auto gegangen sei. Die Frau sagte, er habe die gleiche Handbewegung ausgeführt, als er von Fahrzeug zu Fahrzeug gefahren sei, und sie dabei gekratzt. “Es sah so aus, als wäre er sehr erfahren”, sagte sie. Sie alarmierte die Polizei, die schnell eintraf und den Mann festnahm, und fand eine Schraube, die er anscheinend benutzt hatte, um den Schaden zu verursachen.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigte den Betroffenen zunächst, 1.700 Fahrzeuge beschädigt zu haben, was nach Schätzungen 2,3 Millionen Euro Schaden verursachte. Das Gericht lehnte dies jedoch wegen unzureichender Beweise ab. Das Gericht verfügt über eine Frist von 24 Tagen, um ein Verfahren einzuleiten.

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