Waldbrände: Klimawandel und Abholzung erhöhen das globale Risiko

jedes Jahr Buschfeuer. Aber dieses Jahr sind sie besonders extrem – und der Sommer auf der Südhalbkugel hat gerade erst begonnen.
Acht Millionen Hektar wurden bisher von den Flammen zerstört. 25 Menschen und Millionen Tiere wurden getötet. Ganze Regionen sind ohne Strom und Rauchwolken bedecken nach vorläufiger Einschätzung der verheerenden Brände inzwischen den halben Kontinent. Die Gründe, warum Brände erst einmal ausbrechen und Einzug halten, sind komplex. Experten weisen nun aber auf einen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Anzahl von Bränden und den wärmeren Meerestemperaturen als Folge des Klimawandels hin.
Abholzung, Klimawandel und die Gefahr von Waldbränden stehen in direktem Zusammenhang. “Wir haben es hier mit einem Feedback-Effekt zu tun”, sagt Winter. “Mehr Abholzung bedeutet eine Zunahme des Klimawandels, was die Wahrscheinlichkeit des Austrocknens der Vegetation erhöht, was wiederum die Brandgefahr erhöht und so weiter.”
Und die Brände erhöhen weiterhin die Treibhausgase in der Atmosphäre. Laut Greenpeace werden jährlich rund 8 Milliarden Tonnen CO2 durch Brände freigesetzt. Dies ist ungefähr halb so viel wie die Emissionen, die durch die Verbrennung von Kohle auf der ganzen Welt verursacht werden.
Die Buschbrände in Australien haben bereits die Hälfte der CO2-Menge freigesetzt, die der Kontinent sonst im typischen Jahr produzieren würde. Und die Rauchfahnen breiten sich jetzt über den Pazifik nach Argentinien und Chile aus.

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