Genetisch veränderte Babys: Eine ethische Übertretung?

Der chinesische Forscher He Jiankui wurde wegen genetischer Manipulation von Babys zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Fall hat eine heftige Debatte unter Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit ausgelöst.
Kurz vor einem Symposium in Hongkong am 28. November 2018 gab der Biophysiker bekannt, dass er menschliche Embryonen durch künstliche Befruchtung hergestellt und zuvor ihr genetisches Material mit der genetischen Schere CRISPR-Cas9 verändert habe. Die Embryonen waren den leiblichen Müttern implantiert worden, die dann die Babys trugen. Zwei Zwillingsschwestern waren bereits vor seiner Ankündigung geboren worden. Ein drittes Baby wurde wenig später geboren. Im Gegensatz zur üblichen künstlichen Befruchtung, die Ärzte weltweit bei Paaren durchführen, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben, hatte He Jiankui einen Prozess namens Keimbahnstörung durchgeführt. Er manipulierte das genetische Material, noch bevor sich Sperma und Ei vereinigten, mit dem Ziel, neues, verändertes genetisches Material zu schaffen. Wenn die so geschaffenen Kinder eigene Kinder haben, geben sie die veränderten genetischen Informationen an sie weiter. Es wird angenommen, dass dies der weltweit erste Fall ist, bei dem Designer-Babys geschaffen werden.

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