“Papa war ein Ehrenmann”, betont die Tochter des SS-Offiziers

Ilse, 85, nennt ihren Vater immer noch “Papa” und ärgert sich, wenn jemand sagt, sie solle sich für ihn schämen. Er habe die Interessen Deutschlands im Mittelpunkt, betonte die Tochter des Nationalsozialisten Erich von dem Bach-Zelewski.
In einem Altenheim in Roth, unweit der bayerischen Stadt Nürnberg, stellte sich Ilse als Tochter eines Nationalsozialisten vor. Es ist eine Tatsache, die sie nie verheimlicht hat. Sie sagte, ihr Vater könne Naziführer Heinrich Himmler nicht leiden und er mochte auch Hermann Göring oder Joseph Goebbels nicht.
“Weil nur Geld für sie zählt”, sagte Ilse und fügte hinzu, dass “Papa” an die Nation dachte.
Ilses Vater, Erich Julius Eberhard von Zelewski, wurde am 1. März 1899 im heutigen polnischen Lebork bei Danzig geboren. Bald zog der deutsche Nationalismus den jungen von Zelewski in seinen Bann. Drei Monate nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges trat er in die Reichsarmee ein und wurde nach einem Dienstjahr mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Im Alter von 18 Jahren wurde er zum Leutnant befördert. Nachdem er 1930 den Doppelnamen von dem Bach-Zelewski erhalten hatte, wurde er Mitglied der NSDAP und trat ein Jahr später der SS bei. Bereits 1932 SS-Obersturmführer, wurde er Reichstagsabgeordneter.

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