Stasi-Promotionen sollten umdeklariert werden

Die DDR-Geheimpolizei verfügte über eine geheime Universitätsfakultät, an der Agenten ihren Abschluss machen konnten. Ihre Qualifikationen werden jetzt in Deutschland anerkannt. Aber der Mann, der die alten Stasi-Gewölbe überwacht, möchte, dass sie für alle sichtbar umbenannt werden.
Der für die Überwachung und Erleichterung des Zugangs der Öffentlichkeit zu den alten ostdeutschen Geheimpolizeiarchiven zuständige Beamte Roland Jahn (Bild oben) forderte, dass die hauseigenen Hochschulabsolventen der “Stasi” den Zugang zum akademischen Bereich nicht mehr nutzen dürfen Titel “Dr.” wie andere Doktoranden. Eine der Bedingungen für die Wiedervereinigung zwischen Ost- und Westdeutschland war die gleichberechtigte Anerkennung von akademischen Abschlüssen auf beiden Seiten der Berliner Mauer. Dies gilt auch für diejenigen, die in einer Einrichtung des Geheimen Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) studiert haben, die sich als Potsdamer Gesetz tarnt Schule. “Doktor der Stasi – das wäre wahre Transparenz”, sagte Jahn in einem Interview mit der deutschen Nachrichtenagentur dpa unter dem weit verbreiteten Spitznamen Stasi des MfS. Die ehemalige ostdeutsche Oppositionsfigur, die seit 2011 in seiner jetzigen Rolle ist, sagte, dass Stasi-Absolventen sogar Thesen verfasst hätten, in denen sie Befragungstechniken und Methoden zum Abbau von Dissidenten dokumentierten. “Das waren Anweisungen, wie man Menschenrechte missbraucht”, sagte Jahn.

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