Wie die “nigerianische Mafia” afrikanische Frauen in Europa ausbeutet

Nigerianische Frauen stellen die Mehrheit der Opfer des Menschenhandels in Afrika, wobei die meisten zur Prostitution gezwungen werden. Zahlreiche Geheimgesellschaften führen den Schmuggel durch – und die Behörden geben an, dass sie immer gewalttätiger werden.
Eines der größten Rotlichtviertel Deutschlands ist die Vulkanstraße in Duisburg, eine nordwestdeutsche Stadt und ehemalige Industriehochburg. Immer mehr nigerianische Frauen landen hier, und nigerianische Menschenhändler sind für den Schmuggel in den meisten von ihnen verantwortlich, sagt Barbara Wellner von der Solidarität mit Frauen in Not (Solwodi). Die Organisation hilft Opfern von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Laut Wellner sind viele dieser Frauen benachteiligt, jung, haben “kaum Schulbildung erhalten und haben nur einen einzigen Elternteil oder keine Eltern”.
Solche schutzbedürftigen Frauen geraten in Afrika häufig in die Hände von Menschenhändlern und werden über ein weitreichendes Netzwerk weitergeleitet, bis sie schließlich in Deutschland landen. Dort landen sie oft bei sogenannten “Madams”, Frauen, die sie aufmotzen. Bevor sie nach Europa reisen, wird diesen Frauen gesagt, dass ihre Reise teuer sein wird, dies jedoch kein Problem darstellt, da sie in Europa gutes Geld verdienen werden.

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