Polizeichef kämpft nach eigenen Angaben mit der Abschiebung von illegalen Ausländern

Der deutsche Bundespolizeipräsident sagte, ein Mangel an Abschiebemöglichkeiten behindere die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern und illegalen Ausländern in Drittländer. Deutschland kämpfe um die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber, sagte der oberste Polizeichef des Landes am Mittwoch. Bundespolizeipräsident Dieter Romann machte den Mangel an Abschiebemöglichkeiten für nicht durchgeführte Abschiebungen verantwortlich. Im Gespräch mit der deutschen Funke-Mediengruppe sagte er: “Es gibt viel zu wenige Haftanstalten im Land.” Für die 248.000 Ausländer, die abgeschoben werden müssen, gibt es nur 577 Abschiebezentren, die vor ihrer Ausreise gehalten und bearbeitet werden müssen, sagte Romann gegenüber Funke. 119.000 von ihnen wurde jedoch die Abschiebung verweigert, da die örtlichen Behörden einen Grund dafür sehen, warum sie derzeit nicht aus dem Land abgeschoben werden können. Von Januar bis Oktober 2019 registrierten die Behörden nach Angaben von Funke insgesamt 20.996 Abschiebungen, 1.000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Bundesländer sind für Abschiebungen verantwortlich, aber die Bundespolizei begleitet Flüge von abgelehnten Asylbewerbern in Drittländer.

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