DIW fordert “Klimatarife” als Reaktion auf US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

Das DIW fordert die EU auf, sich gegen US-Sanktionen im Zusammenhang mit der Nord-Stream-2-Gaspipeline zu wehren. Washingtons Drohungen haben bereits dazu geführt, dass Baufirmen aus dem Projekt ausscheiden. Als Reaktion auf die Sanktionen gegen den Block für den Bau der Tiefsee-Gaspipeline Nord Stream 2 sollte die EU “Klimazölle” gegen die USA verhängen, sagte ein Ökonom am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Klimazölle sind notwendig, um zu verhindern, dass durch Fracking gewonnenes Gas, ein umweltschädliches Verfahren, aus den USA nach Deutschland und in die EU exportiert wird, sagte die Umweltökonomin Claudia Kemfert am Montag gegenüber dem deutschen Handelsblatt. Kemfert, Leiter der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am DIW, bezeichnete die US-Sanktionen gegen die EU als “aggressives Instrument einer fossilen Energiekrise”. Sowohl Russland als auch die USA setzen Erdgas als “politische Waffe” ein. Die Sanktionen zielen darauf ab, US-Gas zu möglichst hohen Kosten an Deutschland und die EU zu verkaufen.

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