Syrische Zivilisten fliehen nach von Russland unterstützten Angriffen aus Idlib

Seit Tagen bombardiert das syrische Regime die letzte Bastion des Widerstands in Idlib. Tausende Zivilisten fliehen in Richtung türkische Grenze, als die Region weiter in eine humanitäre Katastrophe versinkt. “Hallo Planet Erde, wir sind es, die Kinder von Idlib. Russland bringt uns um.” Mit diesem entsetzlichen Aufruf sprach die junge syrische Journalistin Merna Alhasan die Welt auf Twitter an. Alhasan lebt in Idlib und nutzt seit Wochen ihr Mobiltelefon und die Messaging-Plattform, um über die Situation dort zu berichten und die weltweiten Szenen der Flucht und des Kampfes zu zeigen. “Die Menschen fliehen aus der Region. Viele lassen alles zurück und wollen einfach raus”, sagte die junge Frau in einem Video. Vor einer Woche startete das syrische Regime mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine neue Offensive in der Region Idlib. Idlib ist die letzte Bastion, die von Rebellen und Extremisten kontrolliert wird – und der syrische Präsident Bashar Assad will dieses Gebiet unter seine Kontrolle bringen. Die Gebiete rund um die Stadt Maarat al-Numan sind von den Anschlägen besonders betroffen. Hier verläuft die M5 – die Hauptstraße, die von Damaskus über Aleppo zur türkischen Grenze führt und auf der viele Menschen versuchen, in die Türkei zu fliehen.

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