Honduras: Mindestens 18 Tote, 16 Verletzte nach Bandenkampf in Gefängnis

Die Regierung von Honduras hat kürzlich in ihren Gefängnissen den Ausnahmezustand wegen Gewalt zwischen rivalisierenden Banden ausgerufen. Das Militär und die Polizei sollen die Kontrolle von oft korrupten Zivilbeamten übernehmen. Mindestens 18 Menschen wurden nach einer Schlägerei zwischen rivalisierenden Banden in einem Gefängnis in Honduras getötet und 16 verletzt, teilten die Behörden am späten Freitag mit. Der Aufstand – einer der schlimmsten Ausbrüche von Gefängnisgewalt im Land – ereignete sich nur zwei Tage, nachdem die Regierung den Ausnahmezustand im Gefängnissystem wegen der verschärften Kämpfe erklären musste. Der Ausnahmezustand bedeutet, dass zivile Mitarbeiter und Sicherheitskräfte seit mindestens sechs Monaten suspendiert sind und ihre Aufgaben an die Sicherheitsdienste des Landes übertragen. Ein Militärbeamter teilte der Nachrichtenagentur Reuters jedoch unter der Bedingung der Anonymität mit, dass im Gefängnis in der nördlichen Hafenstadt Tela noch keine Machtübertragung stattfinden müsse. Die honduranischen Behörden hoffen, dass die polizeiliche und militärische Kontrolle der Gefängnisse nicht nur die Gewalt einschränkt, sondern auch dazu beiträgt, die weit verbreitete Korruption unter den zivilen Gefängniswärtern und Wärtern auszumerzen.

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