650 Demonstranten stoppen das NPD-Treffen in Niedersachsen

Hunderte von Demonstranten blockierten die Straße und pfiffen, um NPD-Anhänger an der Kundgebung zu hindern. Die Mitglieder der rechtsextremen Partei hatten vorgehabt, mit Fahnen, Protestschildern und einem Lautsprecher durch Eschede zu fahren. Rund 650 Demonstranten haben die Anhänger der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) daran gehindert, in das nordwestdeutsche Dorf Eschede zu marschieren. Nach Angaben der Polizei blockierten Demonstranten eine Straße in das Dorf von einem Anwesen aus, auf dem sich mehrere NPD-Anhänger befanden, und hinderten zehn von ihnen daran, in einem mit einem Lautsprecher ausgestatteten Lieferwagen eine Straße zum Dorf hinunterzufahren. Der Norddeutsche Rundfunk berichtete, die Demonstranten hätten mit Pfeifen, Transparenten und Gesängen die NPD-Mitglieder abgeschreckt. Die Polizei sagte, die Veranstaltung sei friedlich verlaufen und es gebe keine Berichte über Gewalt. Die Polizei schätzte, dass sich ungefähr 40 NPD-Anhänger zu einer sogenannten Wintersonnenwende auf dem Anwesen aufgehalten hatten. Lokale Medien berichteten, dass die NPD-Kundgebung im November geplant war und unter dem Motto “Eschedes schöne Seite – Heimat und Kultur einen Ort geben” stattfinden sollte. Die NPD-Mitglieder hatten angeblich vorgehabt, mit Fackeln, Fahnen und Protestschildern auf Eschede zuzugehen. Die Gegendemonstration wurde vom Südheide-Netzwerk gegen Rechtsextremismus, dem Celler-Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus und dem Deutschen Gewerkschaftsbund unter dem Motto “Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede” organisiert. Im vergangenen Monat gingen mehr als 7.000 Demonstranten auf die Straße, um gegen eine weitere Kundgebung der NPD zu protestieren.

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