Über 30 Milliarden US-Dollar an venezuelischem Vermögen gestohlen

In zwei Monaten wurden mehr als 30 Milliarden US-Dollar illegal aus Venezuela abgezogen, wie der Kommunikations- und Informationsminister des Landes bekannt gab. Er warf den USA vor, die Operation zu orchestrieren.
Rund eine Milliarde US-Dollar der gestohlenen Gelder aus dem nationalen Vermögen internationaler Banken wurden nach Angaben von Kommunikations- und Informationsminister Jorge Rodriguez auf die persönlichen Konten von Oppositionsführern überwiesen. Das Geld soll “Terrorzellen gegen das Land” finanzieren, fügte er hinzu. Das Vorhaben wurde angeblich von dem von den USA unterstützten Oppositionsführer und selbsternannten “Interimspräsidenten” Juan Guaido sowie seinen wichtigsten Helfern – Leopoldo Lopez und dem kürzlich inhaftierten Roberto Marrero – koordiniert. Aus dem Mobiltelefon von Marrero geht hervor, dass der venezolanische Anwalt Juan Planchart nach Angaben des Ministers einen Teil des gestohlenen Geldes erhalten hat. Die USA verschärften die Sanktionen und den wirtschaftlichen Druck auf Maduros Regierung und forderten offen einen Regimewechsel, während sie Guaido ihre Unterstützung zusagten. Letzte Woche hat das Finanzministerium das Land mit Sanktionen gegen das staatliche Bergbauunternehmen Minerven und dessen Chef Adrian Antonio Perdomo Mata geohrfeigt. Weitere Beschränkungen betreffen den venezolanischen Ölsektor, der für das Überleben der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist, da die Öleinnahmen rund 98 Prozent der Exporteinnahmen ausmachen.

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