Island trauert mit einer scharfen Warnung um den Verlust seines ersten Gletschers

Wissenschaftler glauben, dass in den nächsten 200 Jahren alle Eisriesen des Landes verschwinden könnten. Lokale Geologen und Aktivisten hoffen, dies zu ändern – beginnend mit einer Plakette. Im Herzen Islands befindet sich der glänzende und schimmernde Namensvetter des Landes: Eis. Gletscher machen ungefähr 10% von Island aus und bringen jedes Jahr fast 2 Millionen Touristen aus der ganzen Welt in das Land. Aber diese mächtigen Eismassen sind zerbrechlicher, als es den Anschein haben mag. Im Zuge des Klimawandels gehen Glaziologen davon aus, dass in 200 Jahren alle Gletscher Islands verschwunden sein werden. Im Jahr 2014, als das Eis nicht mehr dick genug war, um sich zu bewegen, wurde der Okjokull-Gletscher für tot erklärt. Ein See aus geschmolzenem Eis und kargem Gestein und Dreck dominiert heute die Landschaft, in der der Gletscher einst lebte. Das Areal wurde in Ok umbenannt – und “jokull”, was auf Isländisch “Gletscher” bedeutet, wurde entfernt.

Facebook
Twitter