Protestantische Kirche setzt einen Rat für sexuellen Missbrauch ein

Die deutsche evangelische Kirche richtet einen unabhängigen Rat ein, um ihre Bemühungen zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs zu verbessern. Die Versammlung, die sicherstellen soll, dass Misshandlungen strenger geahndet werden, wird Opfer einbeziehen.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Dienstag angekündigt, einen Beirat einzurichten, der Opfer sexueller Gewalt anhören soll. Der Hamburger Bischof Kirsten Fehrs teilte auf der jährlichen Konferenz der EKD in Dresden mit, dass zwölf Personen für jeweils vier Jahre in das Gremium berufen werden. Fehrs sagte, der Rat werde eine kritische, unabhängige Stimme zur Behandlung von Fällen von sexuellem Missbrauch durch die protestantische Kirche abgeben. Die EKD – ein Zusammenschluss von rund 20 verschiedenen evangelischen Kirchen – hat bereits eine Richtlinie zum Schutz vor sexuellem Missbrauch verabschiedet. Es wurde auch eine unabhängige Anlaufstelle für Opfer eingerichtet, die Missbrauch melden und um Hilfe bitten kann. Fehrs dankte allen – insbesondere den Opfern -, die zu einem Bericht mit einem 11-Punkte-Aktionsplan beigetragen haben. “Wir fühlen uns dem Schutz derer verpflichtet, die uns brauchen und sich uns anvertrauen”, sagte Fehrs.

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