Kanada erhebt Anklage gegen Volkswagen wegen Dieselemissionsskandal

Volkswagen sieht sich in Kanada Dutzenden Anklagen wegen gefälschter Emissionstests gegenüber. Der deutsche Autogigant ist Ziel von Klagen in über 50 Ländern, der “Dieselgate”-Skandal kostet das Unternehmen bereits Milliarden. Die kanadische Regierung gab am Montag bekannt, dass sie den deutschen Autohersteller Volkswagen beschuldigt, bewusst Autos importiert zu haben, die gegen die Abgasnormen verstoßen. Volkswagen wird wegen Verstoßes gegen das kanadische Umweltschutzgesetz sowie wegen irreführender Informationen für Beamte vorgeworfen. Zwischen 2008 und 2015 importierte Volkswagen 128.000 Dieselfahrzeuge nach Kanada, die mit Software ausgestattet waren, um den Eindruck zu erwecken, dass die Autos weniger Emissionen verursachten als sie tatsächlich verursachten. In einer Erklärung teilte das Unternehmen mit, dass es mit kanadischen Ermittlern zusammenarbeite und bereits vor seinem ersten Gerichtsauftritt in Toronto am Freitag einen Plädoyer-Deal vorbereitet habe. “In der mündlichen Verhandlung werden die Parteien einen Beschlussvorschlag zur Prüfung durch das Gericht einreichen und dessen Zustimmung einholen”, heißt es in der Erklärung. “Die Einzelheiten des vorgeschlagenen Klagegrundes werden in der mündlichen Verhandlung vorgestellt.”

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