Steigende Schweinefleischpreise treiben die Inflation im chinesischen Einzelhandel an

China hat im Zuge einer schweren Schweinepest-Epidemie mehr als eine Million Schweine getötet. Der Preis für Schweinefleisch ist infolgedessen gestiegen, und die Auswirkungen sind auf den Weltmärkten spürbar. Chinas Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im November infolge steigender Schweinefleischpreise an, wie offizielle Daten am Dienstag zeigten. Die Kosten für Schweinefleisch haben sich im letzten Monat mehr als verdoppelt, da die afrikanische Schweinepest weit verbreitet war und die Schweineherde des Landes massiv getötet und die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln gestört wurde. Um die Nachfrage zu befriedigen, hat Peking die Schweinefleischimporte erhöht. Laut Angaben der Europäischen Kommission stiegen die Lieferungen aus der Europäischen Union zwischen Januar und April um 37%. Die Krise hat auch die Preise für andere Eiweißquellen wie Rindfleisch, Lammfleisch und Eier in die Höhe getrieben, da die Verbraucher vom teuren Schweinefleisch abwandern. Offiziellen Statistiken zufolge wurden aufgrund des Ausbruchs mehr als eine Million Schweine getötet, was jedoch allgemein als unterschätzt gilt. In China wurde in der vergangenen Woche ein Plan zur Wiederherstellung der Schweinefleischproduktion auf das Niveau vor der Schweinepest bis 2021 auf den Weg gebracht, um so viel Land wie möglich für die Schweineproduktion freizugeben, einschließlich ausgewiesener schweinefreier Zonen aus Umweltgründen.
Der VPI des Landes lag im November bei 4,5%, nach 3,8% im Oktober und dem höchsten Stand seit Januar 2012, so das Nationale Statistikbüro.

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