AKK nennt SPD-Koalitionspartner egoistisch

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer warf der SPD vor, die Koalition als “Traumatherapie” für ihre rückläufige Unterstützung zu nutzen. Sie sagte, sie erwarte, dass die Sozialdemokraten den Koalitionsvertrag einhalten.
Annegret Kramp-Karrenbauer, die Vorsitzende der Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), kritisierte am Sonntag die neuen Vorsitzenden des Koalitionspartners, die Sozialdemokraten (SPD). Kramp-Karrenbauer sagte in einem Interview mit deutschen Medien, der Versuch der neuen SPD-Führung, die Regierung stärker nach links zu drängen, sei egoistisch und die Mitte-Links-Partei denke mehr an ihren zukünftigen politischen Erfolg als an Deutschland. “So wie Sie kein bisschen schwanger sein können, können Sie auch kein bisschen herrschen”, sagte Kramp-Karrenbauer gegenüber der Zeitung Bild am Sonntag in Bezug auf die neuen SPD-Co-Führer Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Esken und Walter-Borjans wurden letzte Woche von SPD-Mitgliedern als neue Führer gewählt und ihr Sieg wurde am Wochenende auf dem Nationalkongress der Partei in Berlin bestätigt. Das Paar schlug die Gründungskandidaten Olaf Scholz und Klara Geywitz. Anders als ihre Rivalen äußerten Esken und Walter-Borjans Skepsis gegenüber dem Verbleib in der Regierungskoalition und forderten von der CDU Zugeständnisse bei der Erhöhung des Mindestlohns, der Klimapolitik und der Investitionen.

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