Nach Tiergarten-Mord: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer erhebt schwere Anschuldigungen an Russland

Annegret Kramp-Karrenbauer sagte, die Ermordung eines georgischen Aktivisten zu Beginn dieses Jahres habe die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau belastet. Sie forderte den Kreml auf, die Bemühungen zur Unterstützung deutscher Ermittler zu verstärken. Annegret Kramp-Karrenbauer sagte, dass Russland am Sonntag weitere Schritte unternehmen muss, um den Mord an einem georgischen Mann am 23. August zu untersuchen. Zelimkhan Khangoshvili, ein 40-jähriger georgischer Aktivist, wurde von einem Radfahrer aus nächster Nähe in einem kleinen Schuss getroffen Park im Berliner Stadtteil Moabit. Das Opfer, ein ethnischer Tschetschene, soll im Zweiten Tschetschenienkrieg gegen Russland gekämpft haben und Verbindungen zum georgischen Militärgeheimdienst gehabt haben. Das deutsche Außenministerium vermutet, dass russische Geheimdienste an der Ermordung von Khangoshvili beteiligt waren. “Die Beweise wiegen schwer”, sagte Kramp-Karrenbauer, der sowohl Verteidigungsminister als auch Vorsitzender der konservativen Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist, gegenüber der deutschen Zeitung “Bild am Sonntag”. “Zusammen mit den Morden in Großbritannien und anderen russischen Aktivitäten ergibt sich ein ziemlich beunruhigendes Bild.” Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Mord übernommen. Am Mittwoch hat Deutschland zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Aber Kramp-Karrenbauer will weitgehendere Handlungen.
“Die Bundesregierung muss über weitere Reaktionen diskutieren und entscheiden … Die russische Seite muss nun endlich ihren Beitrag zur Aufklärung dieses Verbrechens leisten”, sagte sie.

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