Masernimpfung wird zur Pflicht

Ab März 2020 müssen die Eltern nachweisen, dass ihr Kind gegen Masern geimpft ist, bevor sie es in die Kindertagesstätte oder in die Schule schicken. Während das Gesundheitsministerium sagt, die Gesetzesvorlage sei “Kinderschutz”, denken Kritiker anders. Vor der Einführung des Masernimpfstoffs im Jahr 1963 und der weit verbreiteten Impfung traten etwa alle zwei bis drei Jahre schwere Epidemien auf. Jährlich starben rund 2,6 Millionen Menschen an der hoch ansteckenden Krankheit, wobei Kinder am anfälligsten waren. Doch um die Jahrtausendwende hatten einige Länder die Krankheit für “ausgerottet” erklärt. In den letzten Monaten waren Regierungen auf der ganzen Welt jedoch gezwungen, erneut Maßnahmen zu ergreifen, um die stetige Rückkehr von Masernfällen und die wachsende Skepsis gegenüber Impfungen zu bekämpfen. Deutschland gehört dazu. Der Bundestag hat am Donnerstag ein Impfgesetz verabschiedet.
Das “Masernschutzgesetz” schreibt vor, dass ab März 2020 Kinder und Mitarbeiter in Kindergärten und Schulen, medizinischen Einrichtungen und kommunalen Einrichtungen geimpft werden müssen. Dazu gehören Asylbewerberunterkünfte, Flüchtlingsunterkünfte und Ferienlager. Eltern, die ihre Kinder im schulpflichtigen Alter nicht impfen, müssen mit hohen Bußgeldern von bis zu 2.500 Euro rechnen, während jüngere Kinder möglicherweise von Kindertagesstätten ausgeschlossen werden.

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