Bibliothek gibt von Nazis gestohlene Bücher an Freimaurer zurück

Die Bayerische Staatsbibliothek hat 203 Bücher an das Deutsche Freimaurermuseum zurückgegeben, die am Mittwoch in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten gestohlen wurden. “Die Bücher kommen nach Hause und können hier verwendet werden und am Leben bleiben”, sagte Roland Martin Hank, Kurator des Deutschen Freimaurermuseums in Bayreuth. Laut Generaldirektor Klaus Ceynowa war die Bibliothek bereit, sich ihrer Verantwortung in Bezug auf die Verwicklung in NS-Verbrechen zu stellen. Die Rückgabe der Bücher erfolgte im Rahmen einer offiziellen Zeremonie in München. Die Bücher befassen sich hauptsächlich mit freimaurerischen Ritualen und der Geschichte. Das Museum besitzt eine der größten Sammlungen von freimaurerischen Büchern der Welt. Unter Adolf Hitler verfolgten die Nazis Freimaurer, verbannten Freimaurerlogen, beschlagnahmten viele ihrer Besitztümer und schickten praktizierende Freimaurer in Konzentrationslager. Obwohl die Herkunft der meisten Bücher unbekannt ist, wurden mindestens zwei aus der Freimaurerloge in Bayreuth gestohlen. Aus diesem Grund hat die Staatsbibliothek beschlossen, alle Bücher dorthin zurückzugeben.

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