Stabschef der Bundesmarine: Die Marine bereitet sich auf Herausforderungen nach 2020 vor

Das Verteidigungs-Whitepaper der Bundesregierung von 2016 befasste sich mit der Fragilität und Volatilität der politischen und sicherheitspolitischen Landschaft in Europa in den letzten Jahren und bot einen neuen strategischen Überblick für die Bundeswehr und die Deutsche Marine. Strategisch müssen wir die kollektive und nationale Verteidigung gleichermaßen mit den Aufgaben des internationalen Krisenmanagements in Einklang bringen. Auch die Interessengebiete Deutschlands im maritimen Bereich wurden definiert. Sie erstrecken sich von der Nordflanke, d.h. dem Nordatlantik, der Nordsee und der Ostsee, bis zum Mittelmeer und erstrecken sich bis in die weitere Region des Indischen Ozeans. Nach dem Whitepaper wurde im September 2018 das „Kompetenzprofil der Streitkräfte“ veröffentlicht. Dieses klassifizierte Papier definiert die Fähigkeiten und wichtigsten Anpassungen bis 2031 und erfordert erhöhte Verteidigungsausgaben, um dies zu realisieren. Auf dieser Grundlage wird die Bundesmarine bis 2030 unter anderem mindestens einen Oberflächen- oder Untergrundkämpfer pro Jahr in die Flotte aufnehmen. Zu diesen Ergänzungen zählen die neuen Fregatten der Klasse F125 (die ersten, die im Juni 2019 in die Flotte aufgenommen wurden), die Mehrzweckkampfschiffe MKS 180, neue U-Boote, die derzeit zusammen mit Norwegen in Entwicklung sind, und neue Hubschrauber – wobei der erste Seelöwe im Oktober 2019 an die Streitkräfte übergeben wurde. Damit soll das Kommando und die Kontrolle der NATO gefördert werden Fähigkeiten, die deutsche Marine stand DEUMARFOR früher im Jahr 2019 und stellte den Kern für ein Baltic Maritime Component Command, oder BMCC. BMCC ist bis 2025 voll einsatzfähig und kann als maritimes Hauptquartier mit Schwerpunkt Nordflanke in den Langzeitrotationsplan der NATO aufgenommen werden.
Zusammenfassend ist die Bundesmarine auf dem Weg, den aktuellen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen mit einem stärkeren Fokus auf den weiteren Ostseeraum und die Nordflanke, aber auch mit einer 360-Grad-Bereitschaft zu begegnen. Deutschland und die Bundesmarine sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und sind bereit für die kommenden Herausforderungen.

Facebook
Twitter