Berlin bekommt ersten arabischsprachigen Radiosender

Der lokale Medienrat sagte, arabische Programme würden die Vielfalt der Radioprogramme in der deutschen Hauptstadt erhöhen. Arabisch sprechende Menschen aus mehr als 20 Ländern leben in Berlin. Berlins erster arabischsprachiger Radiosender wird das Potenzial haben, mehr als 100.000 Arabischsprachige in der deutschen Hauptstadt zu erreichen. Der MABB-Medienrat für Berlin und das Land Brandenburg hat am Donnerstag die Genehmigung von Radio Arabica bekannt gegeben. Radio Arabicas Programm umfasst das Leben in Berlin, Kultur, Nachrichten, Comedy und Sport. Es wird auch eine Mischung aus arabischer Volksmusik, Pop und moderner Musik gespielt. Hansjürgen Rosenbauer, Leiter des MABB-Medienrates, lobte die Ausweitung der “Vielfalt” in der Radiolandschaft. “Neben einer französischen, russischen, türkischen, britischen und amerikanischen Radiosendung wird es jetzt ein Angebot für die arabische Bevölkerung geben”, sagte Rosenbauer. Berlin hat eine arabische Bevölkerung seit den 1960er und 1970er Jahren, als Westdeutschland Marokkaner als “Gastarbeiter” zum Wiederaufbau der Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg einbezog. In den 1980er und frühen 1990er Jahren flohen Libanesen und Palästinenser während des libanesischen Bürgerkriegs nach Deutschland. Der Irak-Krieg in den 2000er Jahren und der Zustrom von Migranten nach 2015 brachten mehr Arabischsprachige in die Hauptstadt, hauptsächlich aus Syrien und dem Irak.
Laut Statistiken aus dem Jahr 2017 leben in Berlin rund 133.000 Menschen mit arabischem Hintergrund aus mehr als 20 Ländern. Sie machen etwa 4% der Bevölkerung der Hauptstadt aus.

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