Tiergarten-Mord: Bundesanwaltschaft vermutet Moskau als Auftraggeber

Im Mordfall des Georgiers Khangoshvili im Berliner Tiergarten haben die Ermittler den Durchbruch geschafft: Oberstaatsanwalt Peter Frank will den Fall ziehen. Diplomatische Umwälzungen scheinen unvermeidlich. Generalstaatsanwalt Peter Frank sollte die Ermittlungen wegen des sogenannten Tiergarten-Mordes für sich behalten. Nach Angaben des SPIEGEL verdächtigt die Bundesanwaltschaft staatliche russische Organe als Auftraggeber des Mordes. Eine Entscheidung zur Übernahme ist in den kommenden Tagen wahrscheinlich. So würde Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde Moskau einen Vertragsmord in der Bundesrepublik vorwerfen. Vor diesem Hintergrund scheinen diplomatische Umwälzungen zwischen Berlin unvermeidlich. Ein Sprecher des russischen Präsidenten hat bisher eine Beteiligung des russischen Staates an dem Fall abgelehnt.
Hintergrund des Falls ist der Tod des georgischen Staatsbürgers Zelimkhan Khangoshvili Ende August im kleinen Tiergarten in Berlin. Er wurde am helllichten Tag von einem Radfahrer erschossen. Kurze Zeit später wurde der mutmaßliche Täter festgenommen. Sein Pass entließ ihn als russischen Staatsbürger namens Wadim Sokolow.

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