Italienische Bank UniCredit: Neuer Vierjahresplan reduziert weitere 8.000 Stellen

UniCredit-Chef Mustier setzt neue Erholungsziele und kündigt Aktienrückkäufe an, um Aktionäre zu trösten. Er schließt eine Fusion aus. “Team23” heißt die Strategie, mit der Jean-Pierre Mustier die italienische Großbank UniCredit bis 2023 wieder aufbauen will. In den nächsten vier Jahren sollen weitere 8.000 Mitarbeiter ausscheiden. Der Vorstandsvorsitzende gab am Dienstag vor Investoren und Analysten in London bekannt. Der Stellenabbau entspricht 12 Prozent der Belegschaft. Ein Teil davon wird durch die Schließung von 500 Niederlassungen in Westeuropa erreicht. Der größte Teil des Stellenabbaus ist in Italien geplant, aber auch die Einheiten im Ausland müssen ihren Beitrag leisten. In Deutschland sollte es laut Bankenkreisen zu keiner drastischen Reduzierung kommen. Laut Mustier steht noch nicht fest, wo die Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Es ist in Gesprächen mit den Gewerkschaften, sagte er. Das Ziel wäre wie in den Vorjahren sozialverträglich mit der Vorruhestandsregelung zu erreichen. Insbesondere die UniCredit Services könnten von der internen Technologie und IT besonders betroffen sein. Derzeit sind dies rund 9.000 Mitarbeiter in elf Ländern. Hier sind mehrere Filialen zu schließen. In Zukunft wollen wir verstärkt mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten.

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